Nachschlagen
Welcher Broker nimmt dir Steuerarbeit ab?
Gebühren vergleicht jeder. Was im März wirklich zählt, vergleicht niemand: ob dein Broker einen elektronischen Steuerauszug liefert und ob Kaufpreise darin stehen. Das merkt man erst, wenn das Depot längst dort liegt.
An echten Auszügen gemessen
Diese Zeilen stammen aus ausgewerteten Steuerauszügen, nicht aus Werbeversprechen.
- Saxo Bank (Schweiz)
- Schreibt unitPrice und exchangeRate an jede Bewegung. Damit ist der Einstand in Franken belegbar statt geschätzt — als einzige der geprüften Banken.
- Swissquote
- Der Auszug nennt Stückzahlen, aber keine Preise. Für Altbestand aus der Zeit vor dem ersten Auszug bleibt der Einstand deshalb geschätzt.
- Yuh
- Läuft auf Swissquote-Infrastruktur, ist aber ein eigener Aussteller. Die Aktivitäts-CSV schliesst die Lücke, die der Auszug lässt.
- Revolut
- Wer hier ein Wertschriftendepot führt, tippt das Wertschriftenverzeichnis von Hand ab oder rechnet es sich aus dem Kontoauszug zusammen.
Noch nicht geprüft
Diese Anbieter stehen hier ohne Bewertung, weil mir kein echter Auszug von ihnen vorliegt. Eine Vermutung wäre keine Messung — und dieser Vergleich ist nur so viel wert, wie er belegt ist.
- PostFinance
- UBS
- Zürcher Kantonalbank
- Raiffeisen
- Migros Bank
- Cornèrtrader
- Interactive Brokers
- DEGIRO
- neon
- Aargauische Kantonalbank
- Basler Kantonalbank
- Berner Kantonalbank
- St. Galler Kantonalbank
- Bank Cler
- cash — bank zweiplus
- TradeDirect
- Schwyzer Kantonalbank
- VZ Depotbank
Worauf es bei der Wahl wirklich ankommt
Ein elektronischer Steuerauszug spart im Frühling ein bis zwei Stunden Abtipparbeit — jedes Jahr, für die ganze Zeit, die das Depot dort liegt. Bei einem Wechsel ist das derselbe Aufwand, den man einmal bei der Kontoeröffnung hätte vermeiden können.
Kaufpreise im Auszug sind der zweite Punkt, und er wirkt sich anders aus: Er entscheidet nicht über Aufwand, sondern darüber, ob deine Rendite je belegbar ist. Ein Broker, der nur Stückzahlen exportiert, macht aus jedem Altbestand dauerhaft eine Schätzung.
Beides steht in keinem Gebührenvergleich, weil es nichts kostet — es kostet Zeit und Genauigkeit, und beides taucht in keiner Preistabelle auf.
Auf dieser Seite gibt es keine Affiliate-Links und keine bezahlten Platzierungen. Ein Vergleich, der an einer Empfehlung mitverdient, ist keiner.
Häufige Fragen
- Was ist ein eCH-0196-Steuerauszug?
- Der schweizerische Standard für den elektronischen Steuerauszug. Die Bank druckt die Daten nicht nur als Text, sondern legt sie zusätzlich strukturiert in einen Barcode auf dem PDF. Steuersoftware kann sie daraus direkt übernehmen, statt dass jemand abtippt. Ob deine Bank das liefert, entscheidet, wie lange deine Steuererklärung dauert.
- Warum sind Kaufpreise im Auszug so wichtig?
- Ohne sie kennt keine Software deinen Einstand. Der Steuerauszug beschreibt Bestände und Erträge, nicht deine Rendite. Steht der Preis an jeder Bewegung, lässt sich der Einstand in Franken belegen; fehlt er, bleibt er für Altbestand eine Schätzung — dauerhaft.
- Sind ausländische Broker deshalb schlechter?
- Für die Steuererklärung meistens ja, aber nicht wegen der Gebühren: Sie liefern keinen Schweizer Steuerauszug, weil sie nicht müssen. Der Steuerwert, der Bruttoertrag und die Quellensteuer müssen dann aus Kontoauszügen und der Kursliste zusammengesucht werden.
- Woher stammen diese Angaben?
- Aus echten Steuerauszügen mehrerer Jahrgänge, maschinell ausgewertet — nicht aus Produktbeschreibungen der Banken. Bei jedem geprüften Broker steht, woran die Aussage gemessen wurde. Wo keine Messung steht, wurde nichts gemessen, und die Zeile sagt das.
Weiter
- Der Steuerauszug, Feld für Feld — was in dem Dokument überhaupt steht.
- Steuerauszug lesen — deinen eigenen Auszug im Browser öffnen.

