Zum Inhalt springen
myswissportfolio
Menü

Rechner

Was bringt deine Säule 3a wirklich?

Die Steuerersparnis im Jahr der Einzahlung, das Kapital bis zur Rente — und der ehrliche Vergleich mit einem freien Depot, bei dem beide Wege gleich viel aus dem Portemonnaie kosten.

Deine Situation

J.
J.

In der Schweiz in der Regel 65.

CHF

Maximum 2026: 7’258.

%

Pro Jahr, für beide Wege gleich.

%

Der Satz auf deinem letzten verdienten Franken.

%

Einmalig bei der Auszahlung, kantonal sehr verschieden.

%

Nur für das freie Depot: darauf fällt Einkommenssteuer an.

Vorgabewerte — setz dein Alter, deine Einzahlung und deinen Grenzsteuersatz ein.

Steuerersparnis pro Jahr
CHF 1’815

25 % von der Einzahlung

Ersparnis über die Laufzeit
CHF 63’508

35 Jahre, ohne Zinseffekt

Säule 3a am Ende
CHF 581’033

nach CHF 37’087 Kapitalbezugssteuer

Vorsprung des 3a-Wegs
CHF 158’724

gegenüber dem freien Depot

Beide Wege bis zum Rentenalter

Gleiche Einzahlung, gleiche Rendite. Der Unterschied kommt aus dem Steuerabzug, dem steuerfreien Wachstum im 3a-Topf und der Kapitalbezugssteuer am Ende.

Der Vergleich in Zahlen

Eingezahlt (beide Wege)
CHF 254’030
Säule 3a vor Steuer
CHF 618’120
− Kapitalbezugssteuer
− CHF 37’087
Angelegte Steuerersparnis
CHF 133’642
3a-Weg gesamt
CHF 714’675
Freies Depot
CHF 555’951

Das freie Depot verliert pro Jahr 0.50 % an Rendite, weil auf Ausschüttungen Einkommenssteuer anfällt. Kursgewinne sind für Privatanleger in der Schweiz steuerfrei — im 3a-Topf gilt das bis zur Auszahlung auch für die Ausschüttungen.

Wie gerechnet wird

Die Einzahlung senkt dein steuerbares Einkommen. Gespart wird deshalb nicht der Durchschnittssatz, sondern der Grenzsteuersatz — der Satz auf dem letzten verdienten Franken.

Steuerersparnis = Einzahlung × Grenzsteuersatz

Der Betrag, den du im Jahr der Einzahlung weniger Steuern zahlst.

Beide Wege bekommen dieselbe Einzahlung zu Beginn jedes Jahres und dieselbe Rendite. Nur drei Dinge unterscheiden sie — und die entscheiden das Ergebnis:

  • Der 3a-Weg bekommt die Steuer­ ersparnis zurück und legt sie im freien Depot an. Aus dem Portemonnaie kostet er deshalb genau gleich viel wie der freie Weg — nur landet mehr davon im Markt.
  • Im 3a-Topf sind Erträge bis zur Auszahlung steuerfrei. Im freien Depot sind Kursgewinne für Privatanleger zwar steuerfrei, Ausschüttungen aber nicht.
  • Bei der Auszahlung wird das 3a-Kapital einmalig und getrennt vom übrigen Einkommen besteuert. Das freie Depot zahlt das nicht.
Steuer-Drag = Ausschüttungsrendite × Grenzsteuersatz

Der Renditeabschlag im freien Depot: 2 % Ausschüttung bei 25 % Grenzsteuersatz kosten 0.5 Prozentpunkte pro Jahr.

Kapital_neu = (Kapital_alt + Einzahlung) × (1 + Rendite)

Jahr für Jahr, Einzahlung zu Beginn des Jahres, danach verzinst.

Annahmen, offengelegt

Jeder Rechner trifft Annahmen. Hier stehen sie, damit du weisst, wofür das Ergebnis gilt — und wofür nicht.

Die Einzahlung kommt zu Jahresbeginn, die Steuerrückerstattung am Jahresende.
So läuft es in der Realität: Die Rückerstattung kommt erst mit der Steuerrechnung. Sie verzinst sich deshalb ein Jahr weniger lang als die Einzahlung selbst — das ist im Modell berücksichtigt, statt sie grosszügig sofort anzulegen.
Beide Wege rechnen mit derselben Rendite; Gebühren sind nicht modelliert.
Sie sind aber der häufigste Grund, weshalb eine 3a-Lösung schlechter abschneidet als die Rechnung verspricht. Ein 3a-Konto ohne Wertschriften bringt oft unter einem Prozent, eine günstige Wertschriftenlösung deutlich mehr. Trage deine eigene Rendite ein, statt der Zahl hier zu vertrauen.
Der Grenzsteuersatz bleibt über die ganze Laufzeit gleich.
In Wirklichkeit ändert er sich mit Lohn, Zivilstand, Wohnort und Steuergesetzen. Für die Grössenordnung reicht ein fester Satz; für eine Entscheidung im Grenzfall nicht.
Ein einziger Kapitalbezug mit einem festen Satz.
Die Kapitalbezugssteuer ist progressiv und kantonal sehr verschieden. Wer über mehrere Konten und mehrere Jahre gestaffelt bezieht, zahlt in der Regel weniger — dann fällt das Ergebnis besser aus als hier gerechnet.
Die Bindung des Geldes hat in dieser Rechnung keinen Preis.
3a-Guthaben ist bis kurz vor der Pensionierung gesperrt, ein freies Depot nicht. Diese Flexibilität ist etwas wert, lässt sich aber nicht seriös in Franken beziffern — sie steht deshalb hier, nicht in der Formel.
Keine Inflation, keine AHV-Beiträge, keine Verrechnungssteuer-Rückerstattung.
Alle Beträge sind nominal, also in heutigen Franken ohne Kaufkraftverlust. Die Verrechnungssteuer auf Schweizer Ausschüttungen bekommst du bei korrekter Deklaration zurück; sie ist deshalb kein Drag und nicht abgezogen.

Häufige Fragen

Wie viel darf ich 2026 in die Säule 3a einzahlen?
Mit Pensionskasse 7’258 Franken pro Jahr. Ohne Pensionskasse — typischerweise als Selbständige — bis zu 20 Prozent des Erwerbseinkommens, höchstens aber 36’288 Franken. Was darüber liegt, kannst du nicht abziehen; die Steuerersparnis wächst also nicht mit. Beide Beträge stehen in Artikel 7 Absatz 1 der BVV 3 und werden vom Bundesamt für Sozialversicherungen publiziert; sie gelten seit 2025 unverändert.
Wie viel Steuern spare ich mit einer 3a-Einzahlung?
Die Einzahlung wird vom steuerbaren Einkommen abgezogen. Gespart wird deshalb die Einzahlung multipliziert mit deinem Grenzsteuersatz — dem Satz auf dem letzten verdienten Franken, nicht dem Durchschnittssatz. Diesen Satz gibt es nicht als Tabelle: Er hängt an Kanton, Gemeinde, Konfession, Zivilstand und Einkommenshöhe. Rechne ihn im Steuerrechner der ESTV aus — einmal mit und einmal ohne die Einzahlung; die Differenz der beiden Steuerbeträge, geteilt durch die Einzahlung, ist dein Satz. Die 25 Prozent in der Maske sind ein Startwert, kein Messwert.
Lohnt sich die Säule 3a gegenüber einem normalen Depot?
Meistens ja, aber nicht automatisch. Für die 3a sprechen der Steuerabzug heute und das steuerfreie Wachstum bis zur Auszahlung. Dagegen sprechen die Kapitalbezugssteuer am Ende und die Bindung bis kurz vor der Pensionierung. Wer einen niedrigen Grenzsteuersatz hat, gewinnt wenig — und die Kapitalbezugssteuer bleibt trotzdem. Der Rechner zeigt beide Wege nebeneinander.
Sind meine Kursgewinne in einem freien Depot steuerpflichtig?
Als Privatanleger in der Schweiz sind Kursgewinne steuerfrei. Ausschüttungen — Dividenden und Zinsen — sind es nicht: Sie zählen zum steuerbaren Einkommen. Genau deshalb rechnet dieser Rechner beim freien Depot mit einem jährlichen Steuer-Drag aus Ausschüttungsrendite mal Grenzsteuersatz.
Wann kann ich das Geld aus der Säule 3a beziehen?
Frühestens fünf Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter. Vorher nur in bestimmten Fällen: Kauf von selbstbewohntem Wohneigentum, Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit, endgültiges Verlassen der Schweiz oder Einkauf in die Pensionskasse. Diese Bindung ist der eigentliche Preis der Säule 3a.
Lohnt es sich, mehrere 3a-Konten zu haben?
Für viele ja. Die Kapitalbezugssteuer ist progressiv: Ein grosser Bezug in einem Jahr wird höher besteuert als mehrere kleine über verschiedene Jahre. Mit mehreren Konten lässt sich der Bezug staffeln. Dieser Rechner rechnet mit einem einzigen Bezug und einem festen Satz — bei gestaffeltem Bezug fällt die Steuer tendenziell tiefer aus.

Woher die Zahlen kommen

  • Höchstbeträge 2026 (7’258 mit Pensionskasse, 36’288 ohne): Artikel 7 Absatz 1 Buchstaben a und b der BVV 3, publiziert vom Bundesamt für Sozialversicherungen — BSV — Die dritte Säule (gebundene Selbstvorsorge), Art. 7 Abs. 1 Bst. a und b BVV 3, abgerufen 27.08.2026.
  • Grenzsteuersatz und Kapitalbezugssteuer: keine Quelle, weil es keine geben kann — beide hängen an Kanton, Gemeinde und deiner Situation. Die Werte in der Maske sind Startwerte. Deinen eigenen Grenzsteuersatz findest du mit dem Steuerrechner der ESTV.
  • Rendite und Ausschüttungsrendite: Erwartungswerte über dreissig Jahre. Dafür gibt es keine Fundstelle, nur deine eigene Annahme — trag sie ein.

Weiterlesen